Baden in der Spree - im 21. Jahr- hundert nicht minder gefährlich als im ausgehenden 18. Jahrhundert. Heute sind es eher die Verschmut- zungen im Hauptstadtfluss, die Schwimmer abschrecken. Vor 200 Jahren waren es wohl die mangeln- den Schwimmkünste der Berliner, die das Berliner Polizeidirektorium veranlasste, wiederholt das Eintau- chen in die Spreefluten zu untersa- gen. Daher galt: Schwimmen wird hiermit bey harter Ahndung …
Von den zeitweilig bis zu sieben Flussbadeanstalten die bis 1933 in diesem Gebiet betrieben wurden sol- len hier fünf näher beschrieben wer- den. Auf der nordöstlichen Spitze der Lohmühleninsel, am Abzweig- punkt des Flutgrabens von der Spree, erbaute der Kaufmann Maaß 1849 eine Schwimmanstalt. Diese bestand aus einem Bassin, das an drei Seiten von Badegebäuden umrahmt war, die Vorderfront war mit einem Turm versehen. …