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      Wasserwelten

      Algen- Lebenselixier der Zukunft
      von Ines Gromes

      Algenvielfalt

      Algen gehören zu den ältesten Organismen unserer Erde. Die Algen leben in Süß- und Salzwasser und umfassen mikroskopisch kleine Einzeller der Mikroalgen gleichermaßen wie die bis zu 50 m langen Riesentange der Makroalgen. Die Gruppe der Mikroalgen umfasst mehr als 30.000 verschiedene Arten. Diese kleinen Algen produzieren schon seit Millionen von Jahren aus Kohlendioxid, Sonnenlicht und Mineralien Sauerstoff und sind Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier. Sie sind reich an wertvollen Naturstoffen für Gesundheit, Ernährung und Kosmetik.

      Mikroalgen Abb.: IGV GmbH

      Algen als Wirtschaftsfaktor

      Schon seit Jahrhunderten werden bestimmte Algen von Menschen direkt als Nahrungsmittel genutzt. Bekannt ist in unseren Breiten Agar-Agar, welches aus Algen stammt und ursprünglich vor allem als Geliermittel eingesetzt wurde. In unserer modernen Zeit werden Algen vielfältiger verwendet, weil man die Kraft bestimmter Algen-Spezies erkannt hat. Gegenwärtig werden jährlich ca. 6 Millionen Tonnen Algen geerntet und mit einem Umsatz von ca. 3,6 Mio € wirtschaftlich verwertet.

      Mikroalgenbiomasse getrocknet Abb.: IGV GmbH

      Algenforschung

      In Nuthetal, Land Brandenburg, hat sich die IGV GmbH seit langem diesen positiven Eigenschaften der Mikroalgen verschrieben. Dort werden in geschlossenen Systemen Mikroalgen unter definierten und kontrollierten Bedingungen kultiviert und geerntet. Neben der Forschung zur Nutzung der vielfältigen Potenziale der Algen für Mensch- und Tierernährung und der Forschung in den Bereichen Umweltsanierung und Klimaschutz, werden dort auch Extrakte aus Algen für kosmetische Produkte hergestellt.

      Algen-Kosmetik Abb.: IGV GmbH

      Algen-Kosmetik

      Die Wirkung von Algen in Kosmetika ist vielseitig: sie reinigen und klären, fördern die Durchblutung und spenden Feuchtigkeit, stärken und straffen und wirken darüber hinaus noch entzündungshemmend und heilend. Algen fördern die Zellerneuerung- das nutzt man neben den kosmetischen Produkten auch bei Nahrungsergänzungsmitteln, wo die Algen in ihrer puren Form angeboten werden.

      Algen-Nahrungsergänzung Abb.: IGV GmbH

      Algenzüchtung

      Mikroalgen brauchen nur Licht, Wasser und Kohlendioxid, sowie als Düngung ein wenig Phosphat und Nitrat um zu wachsen. Ihr Wachstum beruht auf der Photosynthese. In der Entwicklung von Photobioreaktoren zur Herstellung der Mikroalgen-Biomasse ist die IGV GmbH weltweit führend. Die Grundidee für die Konstruktion dieser verschieden großen Reaktortypen ist die Realisierung einer dünnen Schicht aus photosynthetischen aktiven Zelldispersionen als Voraussetzung für eine konstante Kopplung von Lichtquelle und Lichtrezeptor.

      Laborreaktor Abb.: IGV GmbH

      Algen als Lösung für viele Probleme

      Mikroalgen sind eine Schlüsseltechnologie zur Lösung der globalen Energie-, Klima-, Ernährungs- und Umweltprobleme. Großversuche der IGV GmbH haben ergeben, dass Mikroalgenkulturen unter optimalen Wachstumsbedingungen 10 bis 25 Mal mehr Sonnenenergie speichern als Landpflanzen. Bis 10 % der eingestrahlten Sonnenenergie werden dabei in speicherbare Biomasse umgewandelt. Ein weiterer Vorteil: Kohlendioxid wird gebunden, was gerade heute, wo die C02-Problematik ein wesentlicher Fakt des Klimawandels ist, besonders wichtig scheint. Im Vergleich dazu nutzen Landpflanzen nur 0,5 bis 1 % der Sonnenenergie für die Biomasseproduktion aus. Dies entspricht Hektarerträgen von 200 bis 400 Tonnen Biomasse bei den Mikroalgenkulturen gegenüber 10 bis 30 Tonnen bei der Landpflanzennutzung.

      großtechnische Produktionsanlage Abb.: IGV GmbH

      Algen als Energielieferant

      Steigende Ölpreise und steigende Klimaschutzerfordernisse werden zu einer weltweiten wettbewerbsfähigen Mikroalgenproduktion für die Herstellung von Biodiesel führen. Bei der Entwicklung dieser Systeme muss daher von vornherein auf möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe geachtet werden. Die Umwandlung der Algenbiomasse in Treibstoffe und Strom ist der zweite notwendige Verfahrensschritt, den es zu entwickeln und optimieren gilt. Das IGV hat nachgewiesen, dass ihre neue "3DMS"-Technologie, das diese im Vergleich mit anderen Systemen, zu einem wesentlich höheren Ertrag von Biomasse führen kann. Der produzierte Kraftstoff entspricht den hohen Anforderungen der Automobilhersteller.

      Test-Anlage zur Erzeugung von Biodiesel in Verbindung mit einer Industrieanlage Abb.: IGV GmbH

      Algen in der Nahrung

      Da Algen sich in vielen Jahrmillionen während der Evolution immer wieder verschiedensten Lebensformen anpassen mussten, ist es nicht verwunderlich, dass sie eine Vielzahl an wertvollen und schützenden Inhaltsstoffen ausgebildet haben. Diese sind vor allem Eiweißbausteine, Mineralsalze, Spurenelemente und Vitamine. Hervorzuheben ist der Jodgehalt von Algen. Eine ausreichende Jodversorgung ist unerlässlich für eine optimal arbeitende Schilddrüse. Diese wiederum trägt wesentlich zum funktionierenden Stoffwechsel bei und damit für allgemeine Leistungsfähigkeit. Die Eigenschaften der Algen machen sie zu einem wichtigen Nahrungsmittel für alle, die gesundheitsbewusst leben wollen.

      Teigwaren mit Algenbiomasse Abb.: IGV GmbH

      Algen-Bier

      Neben vielfältigen Produkten im Lebensmittelbreich, wie Backwaren, Milcherzeugnisse, Nudeln, Kräutermischungen etc. werden Algenextrakte auch in speziellen Bieren eingesetzt. Durch die im Bier gelösten Spirulina Inhaltstoffe werden die bekannten nährenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften traditioneller Biere wie:
      - Stabilisierung der physiologischen Darmflora durch präbiotische Wirkungen
      - immunstimulierende Wirkungen und
      - antioxidative radikalabfangende Wirkungen
      noch erheblich gesteigert.

      Algen-Bier Abb.: IGV GmbH

      Aquatische Stoffkreisläufe

      In aquatischer Stoffkreisläufe zur umweltbewussten Nutzung von Wasser, Pflanzen und Solarenergie deren Kern die Aquakultur ist, können hochwertige Nahrungsmittel, reich an essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren hergestellt werden. Durch Verknüpfung moderner Gewächshaustechnologie mit Kreislaufanlagen zur Gewinnung von Mikroalgen, aquatischen Nährtieren und Fischen, mit integrierter biologischer Wasseraufbereitung, Wasserpflanzen- und Baumschulproduktion werden synergistische Effekte erschlossen, die natürlichen Ressourcen effizient genutzt und ein Beitrag zum Erhalt der Fischbestände in den natürlichen Gewässern und zur gesunden Ernährung der Bevölkerung geleistet.

      Mikroalgen Abb.: IGV GmbH

      Kontakt

      Prof. Dr. Dr. Otto Pulz
      IGV GmbH
      Arthur-Scheunert-Allee 40741
      14558 Nuthetal
      Tel: 033200-89151
      Fax: 033200-89220





























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